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Wie man den Finance-Bereich von Start-ups in 2022 erfolgreich skaliert

Die Skalierung eines Start-ups bringt Chancen und Herausforderungen gleichermaßen mit sich. Bedenken Sie dabei, dass etwa 90 % aller Start-ups scheitern – und das ganz häufig in der Scale-up-Phase.

 

Ein typisches Anzeichen dafür, dass Unternehmen zu schnell skalieren, ist, dass sie mehr Kunden gewinnen, als sie bedienen können. Dies führt häufig dazu, dass sie zu viele Mitarbeiter einstellen, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Diese Strategie mag eine Zeit lang funktionieren, aber unternehmensgefährdende Probleme werden dabei gerne unter den Teppich gekehrt, da kurzfristige Ergebnisse über langfristige Stabilität gestellt werden.

 

Fehler häufen sich und wichtige Arbeiten bleiben auf der Strecke. Dies wirkt sich auf die Kundenbindungsraten des Unternehmens aus. Budgets werden gekürzt, während Gehälter stagnieren. Dies hat wiederum Einfluss auf die Unternehmenskultur und die Zukunftsaussichten. Das sind recht düstere Aussichten, aber was wäre eine positive Alternative hierzu?

 

Wenn Unternehmen zu langsam skalieren, verlieren sie unter Umständen ihren First-Mover-Vorteil. Ihre Innovationen werden von Wettbewerbern nachgeahmt und in großem Umfang eingeführt. Sie mögen vielleicht die Ersten gewesen sein, die ein Produkt hergestellt oder eine Dienstleistung angeboten haben, aber sie werden schnell zum zweitbesten Unternehmen, wenn sie sich im Zeitlupentempo entwickeln.

 

Aber abgesehen vom Zeitplan stellt sich die Frage, warum so viele Start-ups und Scale-ups scheitern? Ein häufiger Grund ist, dass diese Unternehmen ihre finanzielle Infrastruktur vernachlässigt haben. Man bedenke, dass 82 % der gescheiterten Start-ups unter einem schlechten Cashflow-Management leiden.

 

In diesem Blog Post erfahren Sie, warum sich Start-ups auf die Skalierung und nicht auf das Wachstum konzentrieren sollten, wenn sie die richtige Finanzinfrastruktur für ihren Erfolg implementieren wollen.

 

Der Unterschied zwischen Skalierung und Wachstum

 

Zuallererst ist es wichtig, den Unterschied zwischen Wachstum und Skalierung zu klären. Auch wenn es verschiedene Interpretationen gibt und Skalierung und Wachstum manchmal synonym verwendet werden, steht Wachstum in diesem Artikel für die Erhöhung von Ressourcen (Mitarbeiter, Budget, Technologie usw.), um den Umsatz zu steigern. Skalierung hingegen bedeutet, mit der gleichen Anzahl von Ressourcen einen höheren Umsatz zu erzielen. Bei vielen SaaS-Anbietern wird Wachstum auch zur Beschreibung des Anstiegs der Kundenzahl verwendet. Der Einfachheit halber werden wir uns jedoch an die oben genannten Definitionen halten.

 

Bei der Skalierung geht es darum, den größtmöglichen Nutzen aus den vorhandenen Ressourcen zu ziehen, während beim Wachstum mehr Geld investiert wird, in der Erwartung, dass dies zu größeren Erfolgen führt. Daher sollten sich Unternehmen darauf konzentrieren, sich erfolgreich zu skalieren, anstatt dem Wachstum nachzujagen.

 

Wie man die Finanzinfrastruktur eines Start-ups skaliert, um langfristig erfolgreich zu sein

 

Die folgenden sechs Punkte unterstützen Sie beim erfolgreichen Aufbau der Finanzinfrastruktur Ihres Start-ups:

 

1.   Automatisieren Sie die Abrechnung und Rechnungsstellung

 

Abrechnung und Rechnungsstellung sind der Motor eines jeden Unternehmens. Wenn Sie Ihren Kunden keine korrekten und pünktlichen Rechnungen ausstellen, wird Ihr Cashflow leiden. Scale-ups müssen fehlerfreie Abrechnungs- und Rechnungsstellungsprozesse einrichten, die so genau und effizient wie möglich sind. Durch die Verringerung der Fehleranfälligkeit und des Zeitaufwands kann Ihr Team die gleiche Arbeit schneller erledigen und Zeit für andere wichtige Projekte aufwenden.

 

Hier kommt die Automatisierung von Abrechnung und Rechnungsstellung ins Spiel. Durch die Implementierung einer hoch automatisierten Abrechnungslösung können Sie sich von zeitaufwändigen manuellen Prozessen befreien und korrekte Rechnungen ohne großen manuellen Aufwand erstellen.

 

2.   Gestalten und etablieren Sie den Lebenszyklus von Kundenzahlungen (vom Kauf, über den Einzug bis zum Mahnwesen)

 

Machen Sie es Ihren Kunden so einfach wie möglich, Ihre Rechnungen zu bezahlen. Schaffen Sie eine Finanzinfrastruktur, die einmalige Transaktionen akzeptiert, wiederkehrende Zahlungen auslöst und die Zuweisung und Verbuchung von Zahlungen in großem Umfang automatisiert. Zudem sollte Ihre Finanzinfrastruktur reibungslos mit Ihren verschiedenen Bankkonten und Zahlungsdienstleistern (PSPs) zusammenarbeiten.

 

Darüber hinaus sollten Sie die Phasen des Kundenlebenszyklus automatisieren, wie z. B. das Mahnwesen, um die Außenstände (DSO) zu reduzieren und Umsatzeinbußen zu vermeiden.

 

Außerdem sollten Sie Vertragsverlängerungen automatisieren, um Abwanderung zu verhindern. So können Sie einen zeitaufwändigen (aber zentralen) Verwaltungsprozess nahtlos abwickeln, während Sie sich auf andere Projekte konzentrieren.

 

3. Implementieren und nutzen Sie ein Echtzeit-Finanz-Reporting

 

Vielen Scale-ups fehlt es an Finanzberichten und Analysen, um wertvolle neue Erkenntnisse zu gewinnen. So entgehen Ihnen beispielsweise wichtige Cashflow-Möglichkeiten und potenzielle Einnahmequellen. Doch dieses Problem können Sie durch die Implementierung von präzisen Echtzeit-Finanzreports und Analysefunktionen lösen.

 

Mit Hilfe solcher Tools können Dashboards für High-Level-Reports erstellt werden. So haben Sie die wichtigsten Kennzahlen immer im Blick und können die daraus gezogenen Erkenntnisse an Ihre Stakeholder weitergeben. Hinzu kommt, dass Sie tiefer in die Daten eintauchen und benutzerdefinierte Datenvisualisierungen mit Diagrammen und Tabellen erstellen können.

4. Definieren Sie Prüfungsabläufe und richten Sie eine doppelte Buchführung ein

 

Audits können die Dynamik eines Scale-ups stark beeinträchtigen. Wenn die Prüfer an die Tür klopfen, müssen die Unternehmen alles in Ordnung bringen. So muss beispielsweise sichergestellt werden, dass sowohl die Nebenbücher als auch das Hauptbuch auf dem neuesten Stand sind, die internen Bücher mit den Bankkonten abgeglichen sind und der Ort für die Speicherung der zahlreichen Finanzdaten bestimmt wurde.

 

Dies kann ein mühsamer und zeitaufwändiger Prozess sein – es sei denn, Scale-ups haben bereits die richtige Finanzinfrastruktur dafür eingerichtet. Die richtige Abrechnungsplattform protokolliert zudem alle wichtigen Vorgänge und gibt Mitarbeitern und Verantwortlichen die Gewissheit, dass sie alle Compliance-Kriterien erfüllt haben.

 

5. Stellen Sie Compliance sicher und gewährleisten Sie Datensicherheit

 

Achten Sie darauf, dass Sie mit Finanztechnologieanbietern zusammenarbeiten, bei denen das Thema Datensicherheit oberste Priorität hat. Dies ist ein entscheidender Faktor für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Hierbei spielt es eine untergeordnete Rolle, wie gut Ihr Unternehmen intern für die Datensicherheit gerüstet ist. Wenn Sie eine Partnerschaft mit externen Drittanbietern eingehen, die ebenfalls Zugriff auf Ihre Daten haben, sind diese Daten nur so sicher wie deren Datensicherheitsprotokolle.

 

Wenn Sie in Europa tätig sind oder an europäische Kunden verkaufen, stellen Sie sicher, dass Ihre Finanztechnologie GDPR-konform ist. Arbeiten Sie nur mit Anbietern zusammen, die der Informationssicherheit Priorität einräumen. Vergewissern Sie sich, dass ihre Informationsmanagementsysteme nach Möglichkeit ISO 27001-zertifiziert sind.

 

6. Stellen Sie sicher, dass Ihnen die richtigen Services zur Verfügung stehen, um Debitoren, Steuern und Finanzbuchhaltung für Ihre aktuellen und gewünschten Märkte zu managen

 

Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Steuer- und Buchhaltungspflichten genauestens erfüllen. Arbeiten Sie mit Anbietern zusammen, die eine Vielzahl ausländischer Steuerszenarien problemlos abwickeln können und die es Ihnen ermöglichen, benutzerdefinierte Regeln für Währungen, Regionen oder Geschäftsmodelle festzulegen.

 

Dadurch wird auch die Expansion in neue Märkte enorm erleichtert. Als Scale-up können Sie auf diese Weise flexible Monetarisierungsstrukturen weltweit schnell und einfach einführen und dabei automatisch die Einhaltung globaler gesetzlicher und steuerlicher Anforderungen sicherstellen.

 

Informieren Sie sich sorgfältig, bevor Sie Maßnahmen ergreifen

 

Die Skalierung eines Start-ups ist eine spannende und aufregende Zeit, aber die Unternehmung ist auch mit vielen Risiken behaftet. Sie müssen zur richtigen Zeit und im richtigen Tempo skalieren und sicherstellen, dass Sie über die richtige Infrastruktur (insbesondere die finanzielle) verfügen.

 

Wenn Sie Ihr Start-ups skalieren möchten (z.B. nach Abschluss der Series A oder B),   vereinbaren Sie am besten noch heute einen Termin mit unseren Nitrobox-Experten für eine individuelle Monetarisierungs- und Abrechnungsberatung. So können Sie sicherstellen, dass Sie den richtigen Ansatz verfolgen, von Best Practices profitieren und Ihre individuellen Fragen stellen.

 

So schaffen Sie beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gestaltung der Finanzinfrastruktur für Ihr skalierendes Start-up.